Workshops

Details zu den Terminen

Workshop PFL-EX, DiCo
Digital Companion: Präsentation des MVP durch Entwicklerteam und Praktiker*innen

Digitalisierungsprojekte scheitern in der Praxis häufig daran, dass Entscheidungen für Technologien ohne die relevanten Akteur*innen getroffen werden, sie nicht in die Unternehmensstrategie eingebettet sind oder fehlende Schulungs- und Supportangebote nicht die erhoffte Ent-, sondern unter Umständen stattdessen eine zusätzliche Belastung mit sich bringen. Der digitale Assistent DiCo führt Einrichtungen anstelle einer extern beratenden Person Schritt für Schritt durch den digitalen Transformationsprozess.

Im Workshop wird den Teilnehmer*innen der MVP (Minimal Viable Product) vorgestellt, also eine erste technische Umsetzung. Dabei lernen sie die Angebote und Produkte innerhalb der einzelnen Prozessschritte kennen, sehen, wie Bedarfe mit dem Chat-Bot geklärt werden können oder welche Technologien in der Datenbank zur Auswahl stehen. Praxispartner*innen aus den an den Projekten PFL-EX und DiCo beteiligten Altenpflege-Einrichtungen berichten, wie aus ihrer Sicht der Prozess der Digitalisierung gelingen kann. Nach dieser Einführung bietet der Workshop Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion möglicher Transferansätze in andere Bereiche der Pflege bzw. Sozialwirtschaft.

Der Workshop wird ausgerichtet von Dr. Frank Eierdanz (Institut für Arbeit und Technologie e.V.) und Annette Blauszun-Lahm (Institut für Arbeit und Technologie e.V.)

Workshop DigiKIK
Prozesse partizipativ digitalisieren – Erfahrungen aus dem Projekt DigiKIK

Im Projekt DigiKIK zeigte sich, dass eine digital-gestützte, interprofessionelle und patientenindividuelle Arbeitsweise in Krankenhäusern in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden muss. Dies erfordert neue und erweiterte Kompetenzen der Beschäftigten. Deshalb muss die betriebliche Personalarbeit im Krankenhaus künftig vorausschauender, individuell-flexibler und partizipativer organisiert werden. Gestaltungskompetenzen und eine offene Organisationskultur sind ebenso entscheidend und müssen bei der Implementierung, Umsetzung und Evaluierung mit in den Blick genommen werden.

  • Doch mit welchen Instrumenten und Verfahren können Kompetenzen im Arbeitsprozess sichtbar gemacht werden?
  • Und wie können veränderte Kompetenzanforderungen Bestandteil von Personalentwicklung werden?

Im Rahmen des Workshops soll darüber diskutiert werden, welche Kompetenzen für die Digitalisierung im Krankenhaus notwendig sind. Hierfür sollen Ansatzpunkte reflektiert werden, wie Beschäftigte Technikprozesse mitgestalten und wie Prozesse analysiert und erfasst werden können, bevor diese überhaupt digitalisiert werden.

Der Workshop wird ausgerichtet von Christopher Schmidt (IAT), Christoph Bräutigam (IAT) und Wolfram Gießler (BiG)

Workshop Sprint-Doku
Wie funktioniert Sprachsteuerung in der Praxis der Pflegeeinrichtungen: Impulsreferate, Demonstration der Technik, Diskussion

Das Projekt „Sprint-Doku“ versuchte eine Antwort darauf zu finden, wie die aufwendige Dokumentationsarbeit für Pflegekräfte und Verwaltungspersonal vereinfacht werden kann. Hierfür wurden zwei Technologien erprobt: die digitale Dokumentation und die auf Deep Learning und neuronalen Netzen basierende sprecherunabhängige Spracherkennung. Partizipative Technikentwicklung und Innovation in Betrieben scheitert häufig an institutionellen und personalen Grenzen.

Im Projektergebnis wird deutlich, dass neben der konsequenten Ermittlung aller objektivierbaren Voraussetzungen für die Implementierung an mehreren Stellschrauben gedreht werden muss, um den Erfolg der Einführung so wahrscheinlich wie möglich zu machen. Das Projekt Sprint-Doku leistet hierzu einen Beitrag. Im Workshop wird aufgezeigt, durch welche begleitenden Prozesse die Implementation digitaler Produkte vorangebracht werden kann. Gleichzeitig soll die Anwendung der Spracherkennung und Sprachsteuerung innerhalb pflegerischer Dokumentation demonstriert und vorgeführt werden.

Moderation Ingolf. Rascher (M4H), Impulsgeber: Alexander Schmidt (HFH), Robert Hirtes (Diakonie Witten), Christoph Nahrstedt (Nuance Communication GmbH), Björn Gorniak (Connext Communication GmbH)

Workshop EXPERTISE 4.0

Im Projekt EXPERTISE 4.0 wird der praktische Einsatz von Exoskeletten in der Pflege erprobt. Ziel des Projektes ist es, Exoskelette im pflegerischen Alltag zu testen und deren Potenziale für die Verringerung von Muskel-Skelett-Erkrankungen und zur Arbeitserleichterung zu erforschen. Auf Basis einer gemeinsamen Identifizierung rückenbelastender Szenarien durch Pflegekräfte wurden Exoskelette in einer geschützten aber praxisnahen Umgebung – dem LebensPhasenHaus der Universität Tübingen – getestet.  Anschließend folgte die Feldtestphase zur Erprobung der Systeme in realen Pflegesituationen mit Pflegebedürftigen in den Einrichtungen der BruderhausDiakonie.

Im Rahmen des Workshops werden wesentliche Erkenntnisse zum rückenschonenden Arbeiten mit den verschiedenen Systemen vorgestellt. Dabei lernen die Teilnehmer*innen die Entwicklungen der Exoskelette im Projektverlauf kennen und erhalten einen Einblick in die Kommunikation und die Datenerhebung innerhalb des Projekts. Im Anschluss werden die Ergebnisse und Erkenntnisse der Erprobungen erläutert. Der Workshop bietet nachfolgend Gelegenheit für einen Austausch über Einsatzmöglichkeiten der Exoskelette im Pflegealltag.

Der Workshop wird ausgerichtet von Thomas Födisch (BruderhausDiakonie), Nina Inken Schmidtmann (BruderhausDiakonie), Dr. Alexander Haensch (LebensPhasenHaus Tübingen) und Dr. Mechthild Maier (LebensPhasenHaus Tübingen).

„Bei der sprachbasierten Pflegedokumentation ist eine gesunde Fehlerkultur wichtig, um bei Pflegekräften mögliche Hemmnisse bei der Nutzung der Diktierfunktion, und damit der Transformation vom gesprochenen Wort ins Schriftliche, abzubauen. “

Sprint Doku